Übertragungszüge

Wenn eine Bewegung von A nach B übertragen werden soll, kann man dies elektrisch, hydraulisch oder mechanisch tun. Kostengünstig und narrensicher ist stets die mechanische Übertragung, da die Montage keine besonderen Kenntnisse oder Hilfsmittel, wie Testgeräte etc. erfordert.
Mechanische Bauteile sind z.B. Gestänge. Da diese Gestänge aber starr sind und deshalb keine Kurven und Ecken überwinden können, werden in solchen Fällen Übertragungszüge – auch Bowdenzüge genannt – eingesetzt.

Übertragungszüge bestehen im Wesentlichen aus einem fest installierten, biegsamen Schlauch und einer in diesem Schlauch laufenden beweglichen Seele. Verschiebt man nun an einem Ende des Schlauchs „A“ die Seele, bewegt sich diese Seele auch am anderen Ende des Schlauchs „B“, d.h. die Bewegung wird von A nach B übertragen.

Besonders häufig werden Übertragungszüge in Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen verbaut. Typische Anwendungen sind Gaszüge, Bremszüge, aber auch Betätigungen von Ventilen, Türen, Hauben und Klappen. Aber auch im Hausbau gibt es Anwendungsbereiche, z.B. bei der Betätigung von Oberlichtern im Fensterbau.

Die Herausforderung besteht darin, den optimalen Übertragungszug für den jeweiligen Anwendungsfall auszulegen.

Folgende Spezifikationen / Kriterien sind dabei zu beachten:

  • Verwendungszweck (z.B. Gaszug, Bremszug, Übertragungszug)
  • Übertragungslängen von über 10m sind möglich
  • Maximale Belastung für Druckbeanspruchung: 2.500N
  • Maximale Belastung für Zugbeanspruchung: 15.000N (Bremszug)
  • Temperaturbereich von -40°C bis über 150°C
  • Maximaler Hub bis 300mm
  • Minimaler Biegeradius 50mm
  • Äußerst geringe Reibwerte durch Einsatz von Teflonbeschichtungen möglich
  • Wasserdichtigkeit bis IP67
  • Korrosionsbeständigkeit nach Absprache
  • Resistenz gegenüber Chemikalien nach Absprache
  • Viele Farben wählbar
  • Anschluss an andere Bauteile nach Absprache
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